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Liebes Christkind!
Bisher hat immer meine große Schwester Annelie an Dich geschrieben, aber jetzt habe ich ihr den Stift geklaut und schreibe selber.
Seit letztem Jahr weiß ich, dass es Dich gibt. Da habe ich auf dem Weihnachtsmarkt im Stadtgarten deine Kollegen, den Nikolaus und Knecht Ruprecht kennengelernt. Der Nikolaus war etwas gruselig (ich war ja erst 2 Jahre alt, nicht schon so ein großes Mädchen wie heute) und Knecht Ruprecht, naja, ich glaube der ist nicht ganz dicht – vor dem solltest Du Dich in acht nehmen… Jedenfalls hat Annelie gesagt, dass man sich von Dir alles wünschen kann, was einem einfällt. Das ist gut, denn ich habe da ein Problem: Letztes Jahr bin ich irgendwie an den Weihnachtsbaum gerempelt und da sind ein paar Weihnachtskugeln heruntergefallen. Die sind hin, nix zu machen. Ich kann aber nix dafür, war ganz vorsichtig, wie immer, ehrlich! Meine Eltern waren ganz traurig und deswegen wollte ich fragen, ob Du ihnen nicht ein paar von den wunderschönen Kugeln von dem tollen Schmuckstand auf dem Weihnachtsmarkt im Stadtgarten schenken könntest – die lieben sie und sie müssten ihren Kummer nicht am Stand nebenan im Glühwein ertränken. Von Annelie weiß ich, dass das nicht gut endet… Ja, das ist mein größter Wunsch zu Weihnachten, die anderen schicke ich Dir in einem Päckchen per Post. Ich freue mich sehr und kann Weihnachten ehrlich gesagt kaum noch erwarten!
Liebe Grüße,
Deine Halina
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